Homeoffice

Arbeitsrechtlich sind im Home-Office bis auf Ausnahmen keine speziellen gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Regelungen gegeben. Es kommen die allgemeinen arbeitsrechtlichen Grundsätze zur Anwendung. Für Arbeiten im Home-Office bedarf es daher prinzipiell einer Vereinbarung, die zweckmäßigerweise alle Punkte umfasst, hinsichtlich derer das Arbeiten zuhause von der Erbringung am Arbeitsplatz abweichen (zB Arbeitszeit, Erreichbarkeit, Kommunikationswege, Arbeits-Aufzeichnungen, Bereitstellung von Arbeitsmittel, Kostenersatz, Datenschutz, Haftungen etc).

Steuerrechtlich gab es zum Homeoffice bisher nur eine Ministerratsvorlage vom Februar 2020, nachdem die Absetzbarkeit von Arbeitszimmern bis maximal EUR 1.200,-- pro Jahr zu gelassen werden sollten, auch dann wenn die Arbeit in einem gemischt genutzten Raum und nicht in einem ausschließlich betrieblich genutzten Arbeitszimmer erfolgt. Der Beschluss konzentrierte sich jedoch auf betriebliche Einkünfte und nicht auf nichtselbständige Einkünfte.

Die aktuellen gesetzlichen Regelungen zum Arbeitszimmer machen die Absetzbarkeit so gut wie unmöglich. Nur Kosten von Arbeitsmittel könnten abgesetzt werden. Vom Arbeitgeber bezahlte Kostenersätze an den Arbeitnehmer sind lohnsteuerpflichtig, soweit es sich nicht um Auslagenersätze oder Reisekostenersätze etc. handelt. Ersätze für die Bereitstellung eines Büroraums führen zu Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und nicht etwa zu Einkünften aus Vermietung. Die Pendlerpauschale steht derzeit noch bis 31.12.2020 unverändert auch dann zu, wenn nur mehr selten oder gar nicht zur bisherigen Arbeitsstätte gependelt wird.