COVID-19 Zahlungserleichterungen

Die Auswirkungen des Corona Virus stellen österreichische Unternehmen vor große Herausforderungen. Um die Unternehmen in dieser schweren Zeit zu unterstützen, haben das Bundesministerium für Finanzen und die Sozialversicherungsträger umfangreiche Erleichterungen für die Stundung und Herabsetzung von Abgaben und Beiträgen veröffentlicht, wenn glaubhaft gemacht wird, dass es aufgrund der behördlichen Maßnahmen (z.B. Schließung von Betrieben) zu Liquiditätsengpässen kommt.

Finanzamt: Auf Antrag werden die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuervorauszahlungen gestundet oder herabgesetzt. Weiters besteht die Möglichkeit von Ratenzahlungen. Auf Antrag werden auch Anspruchszinsen, Stundungszinsen bzw. Säumniszuschläge nicht festgesetzt bzw. herabgesetzt.

Sozialversicherung der Selbständigen (SVS): Bei der SVS sind Stundungen, Ratenzahlungen und Herabsetzungsanträge für die laufenden Beiträge vorgesehen.

Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK): Bei der ÖGK werden ausständige Beiträge nicht eingemahnt. Darüber hinaus erfolgt eine automatische Stundung, wenn die Beiträge der Monate Februar bis April 2020 nicht fristgerecht eingezahlt werden. Auch Ratenzahlungen werden formlos akzeptiert. Weiters erfolgen keine Eintreibungsmaßnahmen und Insolvenzanträge werden nicht gestellt.

Die monatlichen Selbstbemessungsabgaben (z.B. Umsatzsteuer, Lohnabgaben) müssen jedoch zu den gesetzlich vorgesehen Terminen an die zuständigen Finanzämter und die Sozialversicherungsträger gemeldet werden!