Ausweitung der Spendenbegünstigung

Ab 1.1.2024 soll es für alle gemeinnützigen Rechtsträger die Möglichkeit geben, die steuerliche Spendenabsetzbarkeit zu erlangen. Die Spendenabzugsfähigkeit soll nicht mehr auf mildtätige oder Forschungszwecke beschränkt werden, sondern künftig auch bisher nicht spendenbegünstigte gemeinnützige Zwecke wie Bildung oder Sport umfassen. Weiters sollen auch Kunst und Kultureinrichtungen die Spendenabsetzbarkeit beantragen können. Bislang war die Spendenabsetzbarkeit für Kultureinrichtungen an den Erhalt von Bundes- oder Landesförderungen gekoppelt. Wichtig dabei ist neben den gemeinnützigen Zwecken (lt. Bundesabgabenordnung), dass nur Organisationen die der Allgemeinheit dienen spendenbegünstigt sein können.

Im Bereich der Bildung sollen öffentliche Kindergärten und Schulen schon dem Gesetz nach spendenbegünstigt werden. Aber auch die Bereiche Elementarpädagogik, Berufsausbildung, Erwachsenenbildung oder Kinder-, Jugend- und Familienfürsorgen können unter die Spendenbegünstigung fallen.

Voraussetzung für die Aufnahme in die Spendenliste war bisher eine dreijährige Tätigkeit. In Zukunft soll diese Frist auf ein Jahr verkürzt werden. Auch die Bestätigung durch einen Wirtschaftsprüfer soll in Zukunft durch ein vereinfachtes Meldeverfahren ersetzt werden. Um die ehrenamtliche Tätigkeit steuerlich zu unterstützen sollen Zahlungen an die Funktionär:innen einkommensteuerfrei werden. Dafür ist ein kleines Freiwilligenpauschale in Höhe von EUR 1.000 und ein großes Freiwilligenpauschale in Höhe von EUR 3.000 pro Jahr vorgesehen.