Vorsicht bei Ferienjobs

Eltern verlieren den Anspruch auf Familienbeihilfe und den Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag, wenn ihre Kinder, die noch in Ausbildung sind, über 19 Jahre sind und das Jahreseinkommen EUR 10.000,00 überschreitet. Dies gilt unabhängig davon, ob das Einkommen in den Ferien oder außerhalb der Ferien erzielt wird. Kinder bis zur Vollendung des 19. Lebensjahres dürfen ganzjährig beliebig viel verdienen, ohne dass bei den Eltern diese Beihilfen gestrichen werden. Für diese Grenze wird bei einem Arbeitsverhältnis nur das nach dem laufenden Einkommensteuertarif zu versteuernde Einkommen nach Abzug von Sozialversicherungsbeiträgen, Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen herangezogen. Das bedeutet, dass das Kind umgerechnet Gehaltseinkünfte von insgesamt bis zu rund EUR 12.480,00 pro Jahr (Bruttogehalt ohne Sonderzahlungen) verdienen kann. Sollte das zu versteuernde Einkommen des Kindes die EUR 10.000,00 überschreiten, wird die Familienbeihilfe nur um den übersteigenden Betrag vermindert. Zu beachten ist, dass für die Beurteilung, ob die Beihilfe gewährt werden, sämtliche, der Einkommensteuer unterliegenden Einkünfte herangezogen werden. Daher sind beispielsweise auch Einkünfte aus Vermietung oder sonstige Einkünfte zu berücksichtigen. Endbesteuerte Kapitalerträge sind allerdings genauso nicht einzurechnen, wie Lehrlingsentschädigungen, Waisenpensionen sowie steuerfreie Bezüge.